Italien
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Sounderinnerung: Elisa e Carl Brave – Vivere Tutte le Vite

Hotel

„Baia Del Sole Resort“ **** in Ricardi (Capo Vaticano)

Hotel direkt am Meer mit Privatstrand, Pool und Parkanlage

Das Richtige für die Entspannung!


Die kleinen ein- oder zweistöckigen Bungalows passen sich gut in die schöne Gartenlandschaft mit Palmen, Kakteen, Bananenstauden und blühenden Büschen ein. Von den Restaurants sind es nur wenige Meter zum Pool oder zum Sandstrand.

 

Kostenlose Liegen mit Sonnenschirm und Badehandtuch sowie das klare warme Wasser machen den Strandaufenthalt fast perfekt. Die Ernüchterung folgt im Wasser, weil man auch mit Badeschuhen etwas unbeholfen über die vielen Steine stolpern muss. Falls jemand noch Bedarf an Badeschuhen, Sonnenbrillen, Bikinis, Handtüchern, Strandkleidern oder ähnlichen Dingen haben sollte, kann der schnell durch die immer am Strand präsenten Händler gestillt werden.

Für andere sinnvolle Dinge muss man sich schon etwas anstrengen, um die ca. 1000 m mit ca. 70 m Höhenunterschied bis zum nächsten Supermercato zu überwinden (und beladen wieder zurück).

Im Hotel wird vorbildlich vorgesorgt, um den Müll ordentlich zu trennen! Alles sieht sehr sauber und gepflegt aus. Natürlich muss viel bewässert werden, damit der Rasen schön grün bleibt und die Pflanzen üppig wachsen. Die leckeren Weintrauben im Laubengang werden trotzdem jeden Tag weniger.

Das Essen könnte glatt zur Hauptbeschäftigung werden, muss aber nicht. Das Buffet war ausreichend, ob zum Frühstück oder zum Abendessen und die gelegentlichen a la carte Abende konnten damit auch noch aufgepeppt werden. Geschmacklich war es jedenfalls sehr gut, auch die Weine. Und zwischendurch ging auch noch mal ein Eisbecher. Meine Zurückhaltung konnte aber nicht verhindern, dass zu Hause über 3 kg mehr auf dem Tacho standen.

 

Ausflüge

Reggio Calabria und Scilla

Die Regionshauptstadt Reggio di Calabria liegt direkt gegenüber von Messina auf Sizilien.  Neben dem geschäftigen Treiben kann man auf der Promenade mit Blick auf Messina relaxen oder sich im Museum die beeindruckenden Bronzestatuen ansehen.

 

 

Nur wenige Kilometer nördlich liegt Scilla. Von hier sollte eine Brücke nach Sizilien gebaut werden, was aber hauptsächlich aus technischen Gründen wieder beendet wurde. Über die Geschichte (alt und neu) hat uns Renato gut unterrichtet.

In den kleinen Gässchen der Stadt muss man gut zu Fuß sein!

Stromboli by night (mit Schiff)

Je nach Wetter ist der etwa 56 km entfernte Stromboli vom Hotel aus zu sehen – oder oft eben auch nicht. Dieser Vulkan ist etwa 3000 m hoch, allerdings nur gut 900 m über Wasser. Von Tropea kann man nach dem Mittag einen Ausflug zur Vulkaninsel machen. Obwohl das Schiffchen ganz schön Speed macht, dauert es doch seine Zeit bis zur Ankunft. Und ebenso zurück.

 

Nach dem geführten Inselrundgang und den Strandeindrücken mit dem alten Vulkanrest vor dem schwarzen Strand hat man sich eine Stärkung (Pizza und Bier) verdient. Bis zum Ablegen ist genügend Zeit, um interessante Details wie Gässchen mit Fotoausstellungen, Kirchen mit Stromboli-Modell und Drehorte des Films „Stromboli“ (von Roberto Rossellini und mit Ingrid Bergmann) und deren Wohnhäuschen zu erkunden.

Mit beginnender Dunkelheit geht es wieder auf das Schiff, um die dauernden Lavafontänen (ca. 5 Minuten Abstand) sehen zu können. Wegen der Unfälle im Juli durch die erhöhte Aktivität darf das Schiff nur noch auf 2 sm an die Insel heran. Eine Herausforderung ist es schon, die jetzt eher kleinen Eruptionen aus dieser Entfernung gut zu fotografieren. Am Tage würden die eher gar nicht auffallen. Aber diese Naturgewalt bleibt doch beeindruckend!

Aromen und Traditionen, Zungri

Wie lebt die Bevölkerung Kalabriens auf dem Land und wie wird eine richtige Pizza gemacht? Das alles und der Geschmack kalabrischer Spezialitäten kann erkundet werden bei einem Ausflug mit Besuch des Höhlendorfs von Zungri. Renato erklärt die Einzelheiten und warnt auch vor scharfen Leckerbissen. Der Vorteil ist, dass man dafür nur wenige Kilometer fahren muss. Direkt im Hinterland der Küste kann man die Traditionen hautnah erleben.

Töpfern von Gebrauchskeramik und Masken nach antiken Vorbildern und traditionelles Korbflechten gibt es noch. Und das auch noch innerhalb einer Familie. Die Weiterführung ist aber eher ungewiss.

  

Im Höhlendorf lebt heute keiner mehr. Früher war das ein guter Unterschlupf und Versteck gegen Überfälle. Die Probierhäppchen gingen von Salami und scharfer Streichwurst (Nduja) über olivenölgetränkte Häppchen, Tomaten-, Paprika- und Zwiebelaufstrich bis zu Marmeladen aus Cidre, Bergamotte, Mandarinen und Zwiebeln. Sehr aromatisch und manchmal gewöhnungsbedürftig, aber gut. Eine Pizza selber zubereiten vom Teigkneten, Ausrollen, Belegen und Backen bis zum Essen hat Spaß gemacht, auch wegen reichlich Wein.

Capo Vaticano, Tropea und Pizzo

Die touristischen Zentren der Halbinsel Capo Vaticano waren Ziel dieses Ausflugs mit Andrea. Nach dem Leuchtturm ging es nach Tropea und Pizzo.

Das Capo Vaticano (hat nix mit dem Vatikan zu tun) ist eine westlichste Spitze Kalabriens. Von hier hat man einen guten Überblick über den Süden und den Norden, Sizilien sowie über die Äolischen Inseln mit dem Stromboli (entsprechendes Wetter vorausgesetzt).

 

Das kristallklare Meer sieht von oben verlockend aus, aber der Abstieg war während des Ausflugs nicht vorgesehen. Einen richtigen Strand gibt es nur Kilometer entfernt. Der Leuchtturm selbst ist nicht sehr hoch, die Geländeerhebung reicht aus. Der größte Containerhafen Italiens Gioia Tauro liegt gleich nebenan. Da fahren dann öfter die 400 m langen Containerschiffe rein und raus.

 

 

Weiter ging es nach Tropea, zum touristischen Zentrum der Halbinsel. Neben Häppchen mit den Spezialitäten gab es allerhand touristische Mitbringsel und auch die allgegenwärtigen roten Zwiebeln. In den Gassen Tropeas lebt die Geschichte der wichtigen Familienclans mit ihren imposanten Häusern.

Tropea hat auch schöne Strände und einen Hafen für Segelboote und Ausflugsschiffe. Eine Granita am Strand oder auch eine Pizza zwischendurch macht schon Spaß!

 

In Pizzo hat der Regen den Plan etwas durcheinander gebracht. Die Höhlen mit den Skulpturen konnte man gut besuchen, aber das Schlendern durch die Stadt wurde erstmal verschoben.

Stattdessen gab es das berühmte Schokoeis „Tartufo“, mit einem flüssigen Schokoladenkern. Trotz Straßencafe und dem Besucheransturm von 3 Bussen hat das gut geklappt, denn die Sonnenschirme schützen auch vor Regen.

Nach dem Regen gab es dann gleich wieder Sonnenschein und die Stadt mit Festung konnte besichtigt werden. Dort wurde Murat, der König von Neapel und Napoleons Schwager, hingerichtet, nachdem er von den Festungs-Truppen gefangen genommen und verurteilt worden war.